Restaurant Zur Tant

Gefühlt ist es schon eine kleine Weltreise wenn man aus den westlichen Stadtteilen von Köln nach Porz bzw. Langel fahren will. Ein Besuch im Restaurant Zur Tant lohnt sich aber auf jeden Fall. Neben dem Gourmet-Restaurant gibt es noch das Piccolo und die Rheinterasse(erst ab Mai geöffnet). Das Piccolo bietet eher die etwas bodenständige Küche im Vergleich zum Gourmet-Restaurant.

Wenn man schonmal hierher fährt, dann sollte es auch direkt das Gourmet-Restaurant sein und die Entscheidung sollte sich auch als völlig richtig herausstellen. Die Räumlichkeiten sind vielleicht der einzige Kritikpunkt den ich hier anbringen kann. Die Möbel und das Inventar ist schon etwas in die Jahre gekommen und könnte eine Auffrischung sehr gut vertragen.

Die Speisekarte im Gourmet-Restaurant bietet neben dem Degustationsmenü eine gute Auswahl an Vor-, Haupt- und Nachspeisen. Zum Mittagessen waren 3 Gänge eine gute Wahl.

Bei der Vorspeise

Wachtel / Blutwurst / Blumenkohl / Birne € 18,50

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war besonders das rauchige Aroma der Birne eine völlig neue Erfahrung für mich. Die Optik der Vorspeise war ebenfalls äußerst gelungen und man sah sofort hier sind wirklich Könner ihres Fachs am Werk.

Im Hauptgang

Irisches Weidelamm / Aromaten / Aubergine / Tomate / Cous Cous € 34,00

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war das Fleisch erwartungsgemäß perfekt gebraten und paßte wunderbar zu den anderen Zutaten. Die Soße war ein Gedicht.

Die 2 Gänge waren ein Genuss, also war es Zeit für ein Dessert. Ich bin ein großes Rhabarberfan, also mußte ich

Grießknödel / Erdbeere / Rhabarber € 14,00

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wählen. Auch hier paßte die Optik und der Geschmack. Die Knödel waren butterweich und für meinen Gaumen perfekt.

Ein besonderes Lob muß ich noch dem Service aussprechen, der Herr aus der Steiermark war kompetent und sehr professionell. Besonders der Hinweis auf die Alternativen zum Wein waren eine willkommene Abwechslung zu vielen anderen Restaurants.

Ich hätte nie gedacht das man aus Äpfeln auch so einen Genuss zaubern kann, wie es die Manufaktur Geiger aus Schlat macht.

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Sämlingäpfel und Petersilie vermischen sich zu einem feinen Getränk was sehr gut zu dem Fleischgericht paßte.

Als Gruß aus der Küche gab es Hering mit Gurkensalat und als Abschluß des Menü noch ein paar kleine Süßigkeiten.

 

Öffnungszeiten:
12.00 bis 14.00 Uhr
18.00 bis 21.00 Uhr
Donnerstag Ruhetag
Um vorherige Reservierung wird gebeten!

Restaurant Zur Tant
Lösche GmbH
Rheinbergstraße 49
51143 Köln- Porz
Tel. 02203 – 8 18 83
Fax 02203 – 8 73 27
info@zurtant.de

Restaurant „D/\BLJU ‚W'“

Nach einer sehr stressigen Woche sollte es am Freitagabend mal wieder ein schönes mehrgängiges Menü sein. Das D/\BLJU ‚W‘ hatten wir bis jetzt noch nicht besucht und da es auch ein Teilnehmer des Events „2. Tag der deutschen Spitzengastronomie“ war, entschieden wir uns dafür.

Wer ist eigentlich auf den Namen und die merkwürdige Schreibweise des Restaurantnamens gekommen? Ich hätte wohl besser die Mitarbeiter vor Ort fragen sollen, die sehr überzeugend und kompetent waren.

Das 5-Gänge-Menü kostete 60 Euro und konnte sowohl bei den Vorspeisen, beim Fischgericht(Forelle) und beim Fleisch(Kalb) sehr überzeugen.

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Wilde Garnele – Avocado | Chili | Koriander
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Blattsellerie – Veloute | Wachtelei | Kaviar
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Forelle – Kopfsalat | Sellerie | Shiitake
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Kalb – Filet | Bäckchen | Bries | Schwarzwurzel | Preiselbeere | Kartoffel

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Einzig das Dessert fiel im direkten Vergleich zu den vorherigen Gängen etwas ab. In Summe war es aber ein tolles Menü und ein Genuss.

Der angebotene Aperitif war ein Ramazotti Rosato(9 Euro) der sehr gute schmeckte.

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Ramazotti Rosato

Der Service war hier ebenfalls sehr überzeugend, auch wenn mir zu Beginn der Hinweis auf das spezielle Menü im Rahmen des oben erwähnten Events gefehlt hat.

Taku

Schon seit 2012 gibt es im Taku das jährliche Event „3 Sterne – 2 Köche – 1 Menü“. Dabei kocht Mirko Gaul mit einem anderen Koch zusammen. Dieses Jahr(2016) war Paul Stradner vom Brenners Park Restaurant in Baden-Baden zu Gast.

Das 6-Gänge-Menü mit Champagnerempfang kostete 145 Euro pro Person. Die Weinbegleitung schlug mit 75 Euro zu buche.

Diesen Event haben wir nun schon zum zweitenmal besucht und auch diesmal war der Abend sehr gelungen. Die einzelnen Gänge waren schön anzuschauen und schmeckten auch sehr gut. Schon allein das servierte Brot in 5 Varianten war ein Traum.

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Brotauswahl

Die einzelne Gänge waren ein Erlebnis und in Kombination mit den Weinen ein Genuss. Das Team überzeugte den ganzen Abend durch einen sachkundigen und überaus freundlichen Service.

Zu den eigentlichen 6-Gängen gesellten sich noch ein paar Zwischengänge und Kleinigkeiten zum abschließenden Kaffee.

Wir haben das Taku nun schon einige Male besucht und es war immer ein tolles Essen.

Wer das Taku kennt, der weiß auch das im Eingangsbereich Kois im Fussboden schwimmen. Das sieht zwar schön aus, ist aber nicht wirklich artgerecht. Bei unserem Besuch erzählte eine Mitarbeiterin das ein Umbau ansteht und die Fische danach eine deutlich besseren Lebensraum bekommen.

Taku im EXCELSIOR HOTEL ERNST
Trankgasse 1-5 / Domplatz
50667 Köln
Tel. +49 (0)221 270 1

Jan’s Restaurant in der Remise

Jan’s Restaurant in der Remise ist immer eine Garantie für ein gutes Abendessen in wirklich schönem Ambiente.

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Jeden Mittwoch und Sonntag gibt es das 5-Gänge-Überraschungsmenü für 38,50 Euro und an den anderen Tagen kostet es 43,50 Euro. Eine Reservierung wird an allen Tagen empfohlen, weil das Restaurant doch recht klein ist.

Nach einem Gruß aus der Küche ging es mit einer Heilbuttterrine mit Krappen und Salat los. Der anschließende Cappuccino von der Petersilienwurzel war genau nach meinem Geschmack. Der Zackenbarsch auf Püree von Schnippelbohnen war sehr gut gebraten und schmeckte großartig. Der Fleischgang war ein Lammkarree, was rosa gebraten serviert wurde und neben der tollen Optik auch durch den Geschmack sehr überzeugen konnte. Die vier Dessertvarianten bildeten einen schönen Abschluß für ein tolles Abendessen.

 

Jan’s Restaurant in der Remise

Wendelinstraße 48
50933 Köln-Müngersdorf
Tel. 02 21 – 5103999

http://www.jansrestaurant.de/

Öffnungszeiten:
Mo – Ruhetag(außer bei Veranstaltungen)
Di-Fr – 12-14 Uhr und ab 18 Uhr
Sa-So – ab 18 Uhr

 

Eifel Gourmet Festival 2016

Dieses Jahr fand nun zum zweiten Mal das Eifel Gourmet Festival auf der Burg Flamersheim in Euskirchen statt. Wieder war diese Veranstaltung über mehrere Tage(3.-7. März 2016) geplant und man mußte sich vom Vorfeld um Karten für eine oder mehrere Termine sichern. Die guten Erinnerungen an das erste Eifel Gourmet Festival 2015 machten auch dieses Jahr Lust auf einen erneuten Besuch. Am 5.3.2016 hieß das Motto „Von Asien bis Kölle“(169 Euro pro Person).

Die teilnehmenden Köche waren:

Gerd Eis
Oliver Näve, Pâtissier des Jahres 2012
Maximilian Lorenz,
Gusto – Neuentdeckung des Jahres 2013
Oliver Röder

Die Weinbegleitung für das 6-Gänge-Menü kam von:

Weingut Dr. Heger
Weingut Künstler

Diese beiden Winzer hatten wir bereits letztes Jahr erlebt und den Wein sehr genossen.

Das Motto „Von Asien bis Kölle“ erweckte bei mir im Vorfeld den Eindruck, das das Essen auch teilweise asiatisch beeinflußt ist. Dem war leider nicht so, aber das ist auch der einzige Kritikpunkt den ich hier anbringen kann.

Sowohl das Fingerfood im Vorfeld als auch das anschließende 6-Gänge-Menü waren hervorragend. Bis auf den ersten Gang gab es zu jedem weiteren Gericht zwei Gläser Wein von den Winzern. Herr Heger und Herr Künstler erklärten auf informative und unterhaltsame Weise viel zu ihren Weinen und der Geschichte des Weinanbaus. Ich bin defintiv kein großer Weinkenner, aber die gereichten Weine waren geschmacklich wirklich toll und teilweise außergewöhnlich gut.

Die ca. 120 Gäste saßen gemeinsam an Tischen ab 8 Personen, so daß auch interessante Unterhaltungen entstanden.

Besonders erwähnenswert fand ich den Gang „Herrengedeck“ von Oliver Röder. Die Essenz vom Ochsenschwanz im Cognac-Schwenker und das Fleisch, Sellerie und Apfel in Form einer Zigarre.

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Herrengedeck von Oliver Röder

Jeder einzelne Gang war ein Erlebnis und Genuss und ich möchte jetzt hier einfach nur die Bilder sprechen lassen.

 

Die Wein- und Speisekarte möchte ich euch auch nicht vorenthalten.

 

Ich gehe davon aus, das es auch nächstes Jahr ein Eifel Gourmet Festival geben wird. Den Flyer vom diesjährigen kann man sich hier anschauen, vielleicht weckt das das Interesse für manch einen nächstes Jahr dabei zu sein.

Als Abschluß noch das komplette Team und die leeren Weinflaschen 🙂

Capricorn [i] Aries

Wer Mittags mal etwas schicker essen gehen will, dem kann ich das Capricorn in der Südstadt sehr empfehlen. Auf der Mittagskarte erwartete uns ein 3-Gang-Menü für 24,50 Euro. Dabei hat man die Wahl zwischen 3 Vorspeisen, Hauptgängen und Desserts.

Ich entschied mich für den Rote-Beetesalat mit Roquefort und Walnüssen, der geschmorten Ochsenbacke mit sautiertem Spitzkohl und als Abschluß das Nougatmousse mit Crumble.

Zügig ging es mit dem Salat los, der schlichtweg grandios schmeckte. Der Hauptgang war reichlich und ebenfalls sehr gut. Besonderns die Pilze hatten es mir angetan. Das Fleisch war sehr weich und saftig. Das Dessert rundete dieses Menü perfekt ab. Gut gesättigt und zufrieden verließen wir das Capricorn [i] Aries wieder.

Damit empfand ich dieses Menü auch überzeugender als bei unserem Besuch zum Valentinstag 2014.

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Rote-Beete-Salat
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Ochsenbäckchen
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Nougatmousse mit Crumble

La Société

Zum Valentinstag suchen wir uns jedes Jahr ein passendes Restaurant aus und diesmal war das La Société in Köln unser Ziel. Die Tischreservierung ist, speziell an diesem Tag, hier essentiell notwendig und zwar schon Wochen im Voraus. Meine bessere Hälfte war natürlich clever genug und hatte einen Tisch reserviert.

Der berühmteste Tisch, wird auch Kuschelecke genannt, soll auf Jahre gebucht sein. Die Begrüßung war überaus herzlich und schnell führte man uns zu unserem Tisch. Die Dekoration in dem Laden war eine Mischung aus Silvester, Karneval und Valentinstag. Genau so wurde es am Nachbartisch erklärt, als auch andere Gäste etwas verwundert schauten. Für ein Sterne-Restaurant empfand ich es durchaus ungewöhnlich und unterhaltsam das da z.B. Totenköpfe von der Decke hingen.

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reichhaltige Deko 😉

Das Valentinsmenü umfaßte 7 Gänge für 109 Euro pro Person. Im Hauptgang entschieden wir uns anstatt des Kalbsfilet das Txogitxu(Alte Kuh) zu nehmen, was auch kein Problem war. Das Amuse bouche war die Interpretation des typisch kölschen Essens wie Halve Hahn, Himmel & Äd und Erbsensuppe dazu ein Kölsch was noch kleiner war als sonst. 🙂

Die einzelnen Gänge im Anschluß waren durchweg sehr gut präsentiert und der Service konnte jederzeit sehr detailiert erklären was auf dem Teller ist. Besonders hervorheben möchte ich hier die Gänseleber mit Schwarzwurzeln, Haselnüssen und Passionsfrucht. Eine wirklich tolle Kombination der Aromen. Das Txogitxu im Fleischgang hätte ich etwas weicher erwartet, aber da kann ich mir auch noch nicht wirklich ein Urteil erlauben weil es das erste Mal war das ich dieses Fleisch gegessen habe. Im direkten Vergleich zu anderen Restaurants auf dem Niveau fehlte mir vielleicht an manchen Stellen etwas die Raffinesse, aber das sind wirklich Details die das gesamte Bild nicht trüben sondern nur darstellen sollen, das man bei solchen Gourmetrestaurants sicherlich etwas pingeliger ist.