Ostern in Israel

Ein Urlaub in Israel war schon längere Zeit ein großer Wunsch und zu Ostern 2016 hat es dann endlich geklappt. Dieser Bericht kommt nun deutlich verspätet, aber ich denke der ein oder andere Tipp ist trotzdem ganz hilfreich. (Alle eingefügten Links sind auf Aktualität geprüft.)

Wir haben auf eine organisierte Reise verzichtet und uns selbst um die Hotels in Tel Aviv und anschließend in Jerusalem gekümmert. Unser Flug ging mit Lufthansa von Frankfurt/M. direkt nach Tel Aviv. Die Taxifahrt zum Hotel The Rothschild 71 war problemlos und schnell.

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Das Hotel liegt direkt am berühmten Rothschild Boulevard in Tel Aviv. Das Haus im Bauhausstil wurde sehr schon restauriert und die Zimmer bieten jeglichen Komfort den man braucht. Der Services in diesem Hotel war von beeindruckender Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft.

Direkt am ersten Abend fanden wir nur knapp 10 Minuten entfernt ein wirklich tolles Restaurant. Die Beliebheit dieses Ladens sah man direkt an den wenigen freien Plätzen. Im Port Said bekommt man viele leckere kleine Gerichte die Appetit auf mehr machen. Besonders beliebt sind hier die Minute Steaks. Alle Gerichte überzeugten durch ihre Einfachheit und der hohen Qualität der Zutaten.

Am nächsten Tag machten wir einen Tagesausflug nach Nazareth, Capernaum,  Genezareth See und zum Jordanfluß. Die Tour buchten wir über das Unternehmen Rent-a-Guide. Es ist leider nicht an jedem Wochentag möglich solche Touren auch auf Deutsch zu buchen, die englischen Erklärungen waren aber gut verständlich.

Diese Tour bietet viele interessante Details, aber es fehlt leider immer etwas Zeit für längere Aufenthalte. Am Abend ging es dann in Tel Aviv in das Restaurant Catit, was auch nicht weit weg von unserem Hotel gelegen war. Hier genossen wir ein tolles mehrgäniges Abendessen mit sehr gutem Essen und professionellem Service.

Am nächsten Morgen ging es dann direkt mit dem Rad, welche das Hotel kostenlos zur Verfügung stellt, los. In Tel Aviv sieht man sehr sehr viele Menschen mit eBikes fahren. Viele sind wirklich rasant unterwegs, daran muss man sich erstmal gewöhnen und entsprechend aufmerksam sein. Die Hotelräder waren aber recht alte konventionelle Räder, aber damit sind wir trotz allem gut voran gekommen. Wir frühstückten im Da, Da & Da direkt am Rothschild Boulevard. Ich hatte ein wirklich leckeres Egg Benedict auf einer Waffel. Dazu einen Salat und Cappuccino.

Nach diesem reichhaltigen Frühstück ging die Radtour richtig los. Zuerst fuhren wir in die Altstadt Jaffa von Tel Aviv. Dieser alte Stadtteil in Tel Aviv ist sehr sehenswert. Es gibt hier viele kleine Geschäfte wo man z.B. traditionellen Schmuck oder Kunstgegenstände kaufen kann.

Das Mittagessen genossen wir anschließend noch nah der Altstadt. Dafür hatte ich einen tollen Tipp von der Mashery Hummus Kitchen aus Köln bekommen. Der arabische Imbiss Abu Hassan serviert sehr sehr guten Hummus und einen Besuch kann ich nur empfehlen. Die Mitarbeiter sind dort ziemlich laut, aber wirklich sehr freundlich und schnell.

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Die Radtour führte uns noch entlang der Küste. Die Radwege sind sehr gut ausgebaut und man kann die Fahrt entlang der Küste genießen.

Auf dem Rückweg zum Hotel ging es dann noch zu dem tradionellen Ha-Carmel Markt. Diesen sollten man sich bei einem Besuch in Tel Aviv auf jeden Fall anschauen. Das Angebot an Obst, Gemüse, Kräutern, Gewürzen und vielem mehr ist überwältigend.

Abends ging es dann zum Sarona Market. Das ist weniger ein traditioneller Markt für Lebensmittel, sondern ein neues modernes Areal mit vielen Restaurants und Geschäften. Wir kauften hier bei Olive People israelisches Olivenöl wovon ich jetzt noch regelmäßig bei Salaten begeistert bin.

Unser letztes Abendessen in Tel Aviv genossen wir im Restaurant Night Kitchen. Dieser Platz war ebenfalls sehr gut besucht, aber der Service war freundlich und flexibel und schnell war noch ein Tisch für 2 Personen frei.

Die hausegemachten Gnocchi waren hier der Hammer! Aber auch die Vorspeise Ceviche & Herbs war ein Genuss. An diesem letzten Tag in Tel Aviv war das Purimfest und auf dem Weg zurück zum Hotel sahen wir so einige sehr kreative und schöne Kostüme.

Am nächsten Tag ging es dann mit dem Bus nach Jerusalem. Eigentlich wollten wir den Zug nehmen aber durch die Feiertage zu Ostern fuhren diese an dem Tag leider nicht.

In Jerusalem übernachteten wir im 21th Floor Hotel, welches ca. 15 Gehminuten von der Altstadt entfernt ist. Das Hotel befindet sich in einem Bürogebäude was von außen nicht sonderlich schön ist, aber das Hotel, wie der Name schon sagt in der 21. Etage, ist toll. Es gibt nur 5 Zimmer, die alle eine tolle Sicht auf Jerusalem haben. Im Zimmer ist eine Küche integriert und die Räume erstrecken sich über 2 Etagen.

Nach dem Checkin im Hotel eilten wir in die Altstadt um noch die Prozession auf der Via Dolorosa zu sehen. Wir erreichten die Prozession zum Glück noch rechtzeitig und konnten ein Stück mitlaufen.

Die Altstadt von Jerusalem ist natürlich ein absolut großartiges Erlebnis. Hier könnte ich stundenlang einfach nur durch die Gasse laufen. Es gibt hier viel zu sehen und zu entdecken.

Zum Mittagessen kann ich in der Altstadt das Tala Hummus und Falafel sehr empfehlen. Es befindet sich, nach Betreten der Altstadt über das Jaffa Gate, auf der ersten Straße die links weg geht. Die Speisekarte bietet traditionelle israelische Küche. Ich entschied mich hier für Shakshuka, einem Omelette mit Tomate, was oft als Frühstück gegessen wird. Natürlich gab es auch hier Hummus dazu.

Am nächsten Tag machten wir eine Tour nach Masada, was seit 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Ruinen dieser jüdischen Festungen sind sehenswert und der Blick von dem Plateau auf das Tote Meer lohnt sich. Leider war bei unserem Besuch das Wetter nicht gut, was man auf den Fotos sieht.

Anschließend ging es runter zum Toten Meer. Einmal im Toten Meer schwimmen, wer will das nicht? Obwohl es leicht regnete konnten wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Vorsicht ist wirklich geboten, das Wasser ist extrem salzig und sollte niemals in die Augen kommen. Tauchen ist also absolut tabu!

Als wir am Abend zurück in Jerusalem waren, gingen wir ins Tmol Shilshom zum Abendessen.

Die Rote Beete Gnocchi waren köstlich und auch die Vor- und Nachspeise konnten sehr überzuegen.

Am nächsten Tag hatten wir eine Free Walking Tour in der Altstadt von Jerusalem gebucht. Bei so einer Tour erfährt man viele Details über die Geschichte von Jerusalem. Üblichweise sollte man dem Tourguide am Ende einen angemessenen Betrag geben. Lohnenswert ist die Aussicht vom Österreichischen Hospiz in der Altstadt. Bei unserem Besuch 2016 kostete der Zugang zum Dach 5 NIS.

Für das letzte Abendessen in Jerusalem hatten wir einen Tisch im Restaurant Mona reserviert. Auch hier war die Küche und der Service sehr überzeugend.

Noch ein paar Worte zur Sicherheit in Israel. Allgemein ist es überall sicher und man sollte sich durch mehr Polizei und Militär als in Europa nicht beeindrucken lassen. Die Menschen sind extrem hilfsbereit und freundlich und wir hatten zu keinem Zeitpunkt das Gefühl das es unsicher ist. Die Einheimischen leben mit Gefahren die wir hier in Europa nicht kennen und sie lassen sich davon nicht die Freude am Leben nehmen. Israel ist eines der spannesten und interssantesten Länder das wir bereist haben und ich kann jedem nur empfehlen dort einmal hinzufahren. Am Flughafen in Tel Aviv sollte man bei Abreise mind. 3 Stunden Zeit einplanen.

Weitere empfehlenswerte Adressen in Jerusalem:

Naadi Cafe – sehr gutes Frühstück, nicht weit von unserem Hotel

Nocturno – ebenfalls ein guter Platz zum Frühstücken

Kadosh – tolle Bäckerei, die auch Mittagessen anbietet

Als besonders empfehlenswerte Apps für einen Urlaub in Israel kann ich Tripadvisor und Foursquare empfehlen.