Sin Tin im Laden Ein

Von heute, dem 6.3.2017, bis zum 19.3.2017  hat sich Sin Tin im Laden Ein einquartiert. Wer das Konzept vom Laden Ein kennt, der fragt nun zu Recht was gibt es denn in den 2 Wochen zu Essen? Es gibt Fischkonserven.

Klingt das langweilig und uninteressant? Ganz im Gegenteil, hier hat man die Chance mal richtig originelle Gerichte zu probieren, die als Grundlage sehr hochwertige Fischkonserven aus Portugal und Frankreich verwenden.

Daniel Rietdorf liefert als Importeur und Lieferent die Fischkonserven und Sebastian Morgenstern als Inhaber eines Caterings kreiert die Gerichte.

Die Speisekarte bietet eine Auswahl an Tapas-Varianten, dazu Klassiker wie Salat Nicoise und zwei interessante Desserts.

Tapas-Variante
Sweet-Sushi von Milchreis, Algen-Quittencreme
Algeneis mit Anchoviskeksen

Ein Highlight ist sicherlich das 4-Gänge-Menu von Dominic Jeskes vom La Société das man abends ab 17 Uhr bestellen kann.

Macaron mit Yuzo-Mayo und Taco Guacamole Oktopusmedaillon
Königsberger Klops mit Roter Beete und Anchovis
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Tatar von der alten Kuh mit Sardinen

Nutzt also die Chance bis zum 19.3. und besucht den Laden Ein.

Hier noch die aktuelle Speisekarte:

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Wiggebaach

Das Team vom ehemaligen Basilicum in Köln hat sich nun, nach 10 Jahren, für ein neues Konzept entschieden und das Restaurant in Wiggebaach umbenannt.

Neben der Namensänderung gab es aber auch eine Veränderung in der Küche. Die Speisekarte ist weiterhin klein, aber nun etwas bodenständiger und man entdeckt Gerichte wie Flönz, Reibekuchen und Currywurst.

Ich habe das Basilicum zweimal besucht und war immer sehr zufrieden, deshalb war ich im ersten Moment schon etwas enttäuscht als ich von den Veränderungen erfahren habe.

Beim ersten Besuch im neuen Wiggebaach war ich aber ebenso zufrieden wie in der Vergangenheit im Basilicum. Das Essen wird sehr ansprechend präsentiert und überzeugt durch frische hochwertige Zutaten und tolle Aromen.

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Flönz mit mit karamellisiertem Sauerkraut und Apfeljus

Gebratene Blutwurst ist einer meiner Favouriten und immer wenn das in einem guten Restaurant auf der Speisekarte steht dann muss ich es auch essen. Hier überzeugte die Kombination mit dem karamellisiertem Sauerkraut sehr gut.

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Rote Beete Risotto mit frittiertem Rucola

Rote Beete wird für meinen Geschmack leider auch viel zu selten in Restaurants benutzt. Die Variante als Risotto war ebenfalls perfekt zubereitet und geschmacklich ein Erlebnis.

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Bayrische Creme und Creme Brulee mit Pflaumen

Als Abschluss gab es noch 2 Desserts für uns. Ich wünsche dem neuen Konzept viel Erfolg und freue mich schon auf meinen nächsten Besuch im Wiggebaach.

 

Wiggebaach

Am Weidenbach 33
50676 Köln
Telefon: 0221 – 323 555

 

Nagaya

Das Nagaya in Düsseldorf ist das einzige japanische Restaurant in Deutschland was mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. Allein das sollte für jeden interessierten Gourmet ein Grund sein hier essen zu gehen.

Das Nagaya bietet eine tolle Möglichkeit die japanische Küche auf sehr hohem Niveau kennenzulernen und zu genießen. Wir waren hier nun schon dreimal mittags und einmal abends essen. Das Mittagsmenü kostet aktuell(2016) 72 Euro und bietet 6 Gänge plus einen Gruß aus der Küche. Das ist sicherlich nicht wenig für ein Mittagessen, aber das Erlebnis lohnt sich.

Das Menü am Abend ist nochmal aufwendiger, spektakulärer und somit auch teurer. Das Menü Omakase kostest aktuell 165 Euro, in der kürzeren Variante 139 Euro. Kurz nach der Verleihung des ersten Michelinsterns 2011 hatten wir hier ein 16-Gänge Menü was noch heute zu meinen besten und interessantesten Menüs gehört die ich gegessen habe.

Ich lasse jetzt einfach mal die Fotos vom Mittagsmenü im September wirken..

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Zwingend notwendig ist eine Reservierung im Nagaya, sowohl mittags als auch abends.

Restaurant Nagaya
Klosterstr. 42 , 40211 Düsseldorf
Telefon +49 211 863 96 36
Küchenzeiten:
Di–Sa 12–14 Uhr, 19–22 Uhr

Ox & Klee – nach dem Umzug

Das Ox & Klee hat am 21.9.2016 sein neues Domizil im Kranhaus 1 im Rheinauhafen eröffnet und bietet nun mehr Platz und zusätzlich die Bar Bayleaf. Die alte Adresse im Rathenauviertel war bei weitem nicht so stylisch, cool und großzügig wie der neue Platz. Mit einem Michelinstern in der Tasche ist man nun bereit für die nächste Herausforderung.
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Im Ox & Klee gibt es ausschließlich ein Tasting-Menü mit 4-9 Gängen. Preislich bewegt man sich dabei zwischen 69 und 144 Euro pro Person.

Wir entschieden uns für 6 Gänge und nach kurzer Rückfrage durch den Service ob man irgendetwas nicht isst, ging es auch schon direkt mit dem ersten Gruß aus der Küche los.

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Die ausführliche Beschreibung durch den Service ging flott und kompetent, gemerkt habe ich mir davon leider nur Fisch, Schweinebauch und Pilzsuppe. Geschmacklich war das ein toller Einstand und besonders die Pilzsuppe empfand ich als sehr bemerkenswert.

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Hier nochmal besser sichtbar, der gegrillte Schweinebauch.

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Ein weiterer Amuse Gueule war Stör mit Kaviar und Mascarponecreme. Wieder sehr harmonisch abgeschmeckte Komponenten die sich wunderbar ergänzten.

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Der 1. Gang war dann Jakobsmuschel mit dry aged Rind, Fenchel, einem Sud vom Rinderknochen mit dry aged Fett. Klein aber fein, trifft es hier salopp gesagt sehr gut.

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Der 2. Gang war eine Variante vom Saibling mit Hähnchentapioka(die kleinen Kügelchen), Trüffel und Petersiliensoße. Das Hähnchentapioka paßte überraschenderweise wunderbar zu dem Fisch und bereits hier zeigte sich sich die Veränderung im Menü beim Ox & Klee. Daniel Gottschlich geht augenscheinlich ein paar „Risiken“ ein und fordert seine Gäste etwas mehr heraus.

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Der Klassiker des Ox & Klee darf natürlich auch weiterhin nicht fehlen. Das „Maggie“-Ei ist immer noch ein Traum mit dem Eischaum auf Liebstöckelsud begeistert es immer wieder.

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Eins meiner Highlights an diesem Abend war das Sellerieparfait mit Kaffeecreme, Pilzen und Kapuzinerkresse. Ich bin wahrlich kein Fan von Sellerie, aber dieses Gericht überzeugte bei jedem Bissen.

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Auch bei diesem Gang gab es viele Aromen zu entdecken. Die Makrele mit einem unglaublich tollen grünen Pfefferchutney und Kokoscreme, war ein Genuss. Ich glaube bei diesem Gericht wurde mir auch das erstemal bewußt das im aktuellen Menü mit mehr sauren Aromen gespielt wird, als bisher.

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Der Hauptgang war Kalbshaxe mit einer Creme aus violetten Kartoffeln, Lavendel und Kapernäpfeln. Die Soße war ein Gedicht! Diese süß-sauren Armen paßten so treffend zu dem Fleisch, es war unglaublich.

Vor dem nun zu erwartenden Dessert kam die freundliche Information vom Service das man noch weitere 3 Gänge an süßen Köstlichkeiten erwarten kann.

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Los ging es mit gebackener Banane im Salzteig, Ziegenmilcheis und sauereingelegte Melone. Auch hier wieder saure Aromen die sich vortrefflich mit der süßen Note der Banane ergänzten.

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Eine Orangen-Creme-Ingles mit Macisblüte war ebenfalls ein Genuss.

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Als krönenden Abschluß gab es noch ein Eis mit karamellisierter Milchhaut und einer Soße aus Granny Smith Äpfeln. Außerdem gab es noch Macarons mit Sauerampfer und Limette und für den nächsten Tag sogar noch ein Schokobrioche im kleinen Tütchen mit nach Hause.

Das Ox & Klee im Rheinauhafen ist durch die neue Location nochmal besser geworden und ich empfand das Tasting-Menü als sehr gelungen. Irgendwie ärgerte ich mich das wir nur 6 Gänge nahmen, vielleicht haben wir bei den drei anderen Gängen noch was spektakuläres verpaßt.

Ich sage nur: Hingehen und genießen!

Restaurant Ox & Klee
Im Zollhafen 18 · 50678 Köln
Email: info@oxundklee.de
Telefon: +49 221 / 169 566 03 (Das Telefon ist besetzt von Dienstag bis Samstag 15.00 – 19.00 Uhr)
Geöffnet Dienstag bis Samstag von 19.00 bis 24.00 Uhr
(Sonntag und Montag sind Ruhetage)

Tischreservierung ist online auf http://oxundklee.de möglich!

Landhaus Kuckuck

Das Landhaus Kuckuck wird immer wieder erwähnt, wenn es um die Gourmetrestaurants in Köln geht. Bei unserem Besuch haben wir davon leider nicht viel gemerkt. Die gehobenen Preise zahlte man hier für eher durchschnittliches Essen und der Service wirkte merkwürdig steif und auf der anderen Seite niveaulos witzig.
Die Küchenleistung wurde dem Anspruch nicht gerecht, denn ein liebloser Feldsalat mit Croutons aus der Tüte kann ich auch selber machen wenn ich keinen Bock habe eine ordentliche Vorspeise zu zubereiten. Die Brust und Keule von der Gans in den Hauptgängen war ok, aber nicht erwähnenswert. Dem Dessert fehlt auch die klare Linie und irgendeine Idee. Viel mehr will und kann ich dazu nicht sagen. Ich empfand das Essen im Landhaus Kuckuck als eine große Enttäuschung. Mir ist natürlich bewußt das im gleichen Gebäude auch noch das Gourmetrestaurant Maitre existiert, aber da beide die gleiche Küche nutzen würde ich auch das Maitre nicht empfehlen wollen. Auf der Webseite wird schließlich beim Landhaus bereits geschrieben „ist seit vielen Jahren ein beliebter Anlaufpunkt für Gourmetkenner im Kölner Westen.“

 

Landhaus Kuckuck
Olympiaweg 2
50933 Köln

Telefon 0221 485 36 0
Telefax 0221 485 36 36

Wein & Dine – 2. Besuch

Das Wein & Dine hatte ich bereits vor 7 Monaten beschrieben. Der Grund für den 2. Besuch im Mai 2016 war das angebotene 3-Gang-Menü für 35 Euro rund um das Eifelrind.

Das Menü startete mit einem

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Tatar vom Eifelrind – Bärlauchpesto, Tomate, Kräutersalat, Creme fraiche, Kapern, Sardellen

Die Kombination aus Rindfleisch, den Kräutern und dem Bärlauchpesto war einfach genial.

Im Hauptgang entschied ich mich für

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Tagliata vom Roastbeef – Cafe de Paris-Butter, weisser Spargel, Gnocchi, Jus

Das Fleisch war perfekt medium gegrillt und die Gnocchi von Konsistenz und Geschmack ein Genuss.

Das abschließende Dessert

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Duo von Rhabarber & Erdbeere

paßte wunderbar zur Jahreszeit und als großer Rhababerfan war ich mit diesem Abschluss mehr als zufrieden.

Das Wein&Dine hat sich für meinen Geschmack sehr gut entwickelt und sogar noch etwas verbessert was die Präsentation der Gerichte angeht.

Wein&Dine

Weißenburgstraße 32
50670 Köln
Reservierung ist Online über die Webseite möglich.

Pure White

Mein erster Besuch im Pure White ist schon fast 2 Jahre her und damals war ich nicht wirklich begeistert. Damals störte mich das man zu zweit an den kleinen Hochtischen Probleme hatte alle servierten Speisen zu platzieren. Wir waren damals in der glücklichen Lage das der Nachbartisch leer war und so vom Service für uns mit genutzt wurde. Bei vollem Lokal, geht das dann natürlich nicht. Der erneute Besuch, diesmal zum Mittagessen, hat sich aber als richtig erwiesen.

Zum Mittagstisch gibt es das 3-Gänge-Menü für unschlagbare 23 Euro. Ich vermute die Karte wechselt wöchentlich.

Als Vorspeise hatte ich:

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Gegrillte Langostino, Waldmeister-Apfel-Gel, Haselnusscrumble, Air von der Gänseleber

Als Hauptgang:

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Gegrilltes Jack O’Shea-Rinderfilet mit Stilton-Käse, Radicchio Trevisano und Flavor von Tannennadeln

 

Als Dessert:

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Tarte Tatin von Apfel mit Zimt-Eis

Die optische Präsentation der Gerichte war sehr gut und auch geschmacklich konnte mich alles überzeugen. Das Fleisch war perfekt gegrillt, aber es hätte vielleicht noch eine Beilage mehr im Hauptgang sein können. Die Tarte Tatin war einen Tick zu lang im Ofen und deshalb unten teilweise schwarz. Der Service überzeugte durch Freundlichkeit und Kompetenz. Die 3 Gänge wurden zügig serviert, so daß die Mittagspause nicht zu lang wird.

Pure White
Antwerpener Str. 5
50672 Köln

Reservierung: 0221 – 294 36 507 / 0178 – 669 7667 / info@pure-white-food.de